Alles Inklusiv

Nur wir zusammen sind alle. Dafür müssen wir auch zusammenkommen können. Inklusion verträgt keine Barrieren. Sie fragt nicht nach der Sprache, nicht danach, ob jemand läuft, hüpft oder rollt, mit den Augen sieht oder sich mit einem Stock orientiert, gerne kritzelt, viele Ängste hat oder schlecht rechnen kann oder nicht. Inklusion stellt klar: So sehr wir uns voreinander unterscheiden – wir haben gleiche Rechte und leben alle in derselben Welt. 

Wir im Theater Münster wollen ausprobieren, wie das geht und was wir dafür tun müssen. Das Theater Münster als Ganzes, unsere Sparten, unsere Mitarbeiter*innen und Beschäftigten werden sich ab der Spielzeit 2022/23 mit unserem künstlerischen Programm und in der Vermittlung und Kommunikation auf die Suche begeben: Wie kann man inklusiv zuhören, wer vermag, inklusiv zu erzählen, wie kann Inklusion ausprobiert, erfahren werden, gelingen – und wer darf das feststellen?

Wir wollen mit sehr verschiedenen Menschen und für sie arbeiten, Kunst schaffen, spielen, erproben, diskutieren, zuhören oder zusehen, streiten oder miteinander reden, gestikulieren, lormen oder gebärden. Dabei geht es nicht darum, ob wir oder Menschen in unserem Publikum vorgestellte, behauptete, angebliche oder tatsächlich existierende Normen erfüllen oder ihnen eine Absage erteilen, ob jemand Abweichungen davon akzeptiert, ablehnt oder bejubelt.