Lesung

Katja Riemann

Der Karneval der Tiere - Das müde Glück
09
Oktober
20.00 Uhr
Kleines Haus
Der Karneval der Tiere - Das müde Glück
  • Gastspiel
  • Lesung

Das neue Programm hatte erst jüngst Premiere. Auf dem Programm stehen neben dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns und Roger Willemsen auch Werke von Mozart, Schnittke und Strawinsky, sowie weitere Texte des Autors.

„Roger Willemsen hinterlässt eine Lücke, die nicht mehr zu füllen ist. Seine Worte, seine Haltung, Meinung und Inputs in der aktuellen weltpolitischen, umweltlichen und humanitären Situation möchte ich hören, mich davon bereichern lassen. Er selbst hat sich so oft von Musik und Literatur zu eigenen künstlerischen Antworten inspirieren lassen. Das wollen wir an diesem Abend nun auch versuchen zu tun. Camille Saint-Saëns unvergleichliche Kompositionen haben ihn zu einer lyrischen Geschichte verführt, die von Humor und Phantasie geradezu birst. Und alles reimt sich! Alle Hinweise auf Religion, Erotik, Menschenrecht oder Mentalität finden sich wieder in den vermenschlichten Tierwesen. Eine Freude war mir die Musik und Roger Willemsens Text dazu, den ich zu einer bühnentauglichen Fassung kürzte. ​​​​​​​​Als mir dann Roger Willemsens Bearbeitung von Hiobs Geschichte in die Hände fiel, getarnt als illustriertes Kinderbuch, mit dem Titel ‚Das müde Glück‘, war klar, dass das unser zweiter Teil werden muss, die andere Seite der Münze. Der Karneval und der Zirkus: beide gleichermaßen außergewöhnliche Zusammenkünfte von Mensch und Tier, eingefasst durch Entertainment. In der ewigen Geschichte von Hiob wird der Mensch von Gott geprüft, wie in der Bibel, so auch bei Joseph Roth und schließlich bei Roger Willemsen.

"Wir möchten an unserem Abend unser Publikum mitnehmen an den Ort des Humors und der Musik, denn beide können heilend wirken. Dabei vergessen wir vor allem im ersten Teil nicht den Schmerz, der den Menschen in ihrem Leben begegnen kann. Doch nach der Pause feiern wir das Leben! Es ist zu kurz, um es zu verschwenden“. 

Katja Riemann, März 2020.

 

Die Geigerin Franziska Hölscher ist eine der vielseitigsten Musikerinnen der jungen Generation. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam u.a. Sie konzertiert bei der Bachwoche Ansbach, der Schubertiade Hohenems, dem Schleswig- Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören u.a. Kit Armstrong und Andreas Ottensamer zu ihren Partnern. Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. In Heidelberg geboren und ausgebildet von Ulf Hoelscher, Thomas Brandis, Nora Chastain und Reinhard Goebel, erhielt sie bereits in jungen Jahren Preise bei bedeutenden internationalen Wettbewerben wie den 1. Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb Prag.

 

Die armenische Pianistin Marianna Shirinyan gehört zu den kreativsten und gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen weltweit. Als sie im Jahr 2006 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München gleich fünf Preise erhielt, begann für sie eine steile Karriere. Marianna Shirinyan ist ein gern gesehener Gast bei vielen internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Bergen Festspillene, Stavanger, Sandefjørd, Lofoten Musikfestivals in Norwegen oder Reykjavik Midsummer Festival in Island und Oxford Chamber Music Festival in England. Außerhalb Skandinaviens spielte sie unter anderem Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Symphonikern und dem BBC Symphony Orchestra. Seit 2013 ist Marianna Shirinyan Steinway Artist, seit Herbst 2015 Professorin an der Musikhochschule in Oslo.
 

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